Der aktuelle Rekordhalter als schärfste Chili der Welt ist der «Carolina Reaper». Für die Schärfe in der Chili ist der Stoff Capsaicin verantwortlich. Er verursacht das typische Brennen in Mund und Rachen und ist selbst noch in einer Verdünnung von 1 zu 100.000 spürbar.
Capsaicin ist ein natürlich vorkommendes Alkaloid, das auf speziellen Rezeptoren den Schärfe- und Hitzereiz hervorruft. Es ist selbst farb- und geschmacklos – bis auf die Schärfe. Das Capsaicin sitzt in den Chilis hauptsächlich in den weißlichen Scheidewänden, nicht im roten Fruchtfleisch.
Brennen im Hals
Messen lässt sich Schärfe in Scoville. Der Pharmazeut Wilbur Scoville aus Detroit entwickelte 1912 die nach ihm benannte Skala. Daraus entstanden die sogenannten Scoville Heat Units (SHU). Bei der Messung geht es darum, Extrakte von Chili-Proben immer weiter zu verdünnen, bis keine Schärfe mehr auf der Zunge spürbar ist.
Das Extrakt der bekannten Sorte Tabasco muss zum Beispiel im Verhältnis 1 zu 120.000 verdünnt werden. Die Chili-Sorte Orange Habanero hat hingegen 210.000 SHU. Das chemisch reine Capsaicin hat 16 Millionen SHU.
2,2 Millionen Scotville
Sean Evans hat eine TV-Sendung namens «Hot Ones». Dort werden scharfe Gerichte zubereitet. Mit seinem Gast aus Skandinavien, Chili Klaus, versuchte er sich an der «Carolina Reaper»
Zum Vergleich: Tabasco hat bis zu 5.000 Scoville. «Carolina Reaper» liegt bei mehr als 2,2 Millionen SHU
Zu Demaart
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