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Das Geschäft mit gefälschten Syrien-Pässen

Das Geschäft mit gefälschten Syrien-Pässen
(AP/Gregorio Borgia )

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Immer mehr Flüchtlinge besorgen sich illegal syrische Pässe, um leichter Asyl in der EU erhalten zu können. Es gibt inzwischen gut organisierte Fälschermärkte.

In Deutschland hat der Zoll Pakete mit echten und gefälschten syrischen Pässen abgefangen. Das bestätigte am Freitag eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums in Berlin. Keine Angaben machte sie dazu, um wie viele Dokumente es sich handelt. Die Bundespolizei überprüft nun die Pässe auf ihre Echtheit.

Syrische Pässe sind unter Flüchtlingen begehrt. Wer nachweisen kann, dass er aus Angst vor Verfolgung aus dem Bürgerkriegsland geflohen ist, hat gute Aussichten auf Asyl. Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex warnte kürzlich davor, dass es in der Türkei einen gut organisierten Fälschermarkt für syrische Pässe gebe.

Mehr Unterstützung

Der Chef der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggerie, hatte am Dienstag vor einem Mißbrauch der Pässe gewarnt. «Leute, die diese gefälschten Pässe benutzen, sprechen meistens Arabisch. Sie kommen aus Nordafrika, dem Nahen Osten, sind aber Wirtschaftsflüchtlinge“, sagte er im französischen Radiosender «Europe 1»

Terrorverdächtige wurden laut dem Frontex- Chef noch nicht mit solche Pässen abgefangen. In diesem Zusammenhang bat der oberste Grenzhüter der EU zum wiederholten Male um mehr Unterstützung für den griechischen Grenzschutz, um bei der Registrierung der Ankömmlinge behilflich zu sein.

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