Sonntag11. Januar 2026

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Das Geschäft mit der Geldwäsche blüht

Das Geschäft mit der Geldwäsche blüht
(dpa)

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Die Zahl von Meldungen auf Geldwäsche durch Banken und Finanzdienstleister in Luxemburg ist 2012 deutlich gestiegen.

Die Finanzaufsicht der Justiz (CRF) spricht in ihrer Jahresbilanz 2012 von 11.432 Verdachtsfällen. 342 hätten einen juristischen Charakter. In 169 Fälle wurden von den Finanzfahnder der CRF direkt untersucht. In 87 Fällen gab es ein Gerichtsurteil. Aus dem Ausland wurden 58 Rechtshilfeersuchen wegen dem Verdacht auf Geldwäsche gestellt, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht weiter.

Laut CRF geht der Trend seit einer Verschärfung der Gesetze im Kampf gegen Geldwäsche 2008 deutlich nach oben. Im Rahmen der Geldwäsche wird in besonderen Härtefällen unter anderem Schwarzgeld aus illegalen Geschäften in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust. In den meisten im Jahresbericht aufgeführten Ermittlungen ging es um Anlagenbetrug, Steuerdelikte, hinterzogene Einkommen, Sozialbetrug und Konkurse.

«Ernsthafte Bedrohung»

Vor einem Monat hatte ein Sonderausschuss des EU-Parlaments, der unter anderem Geldwäsche und Korruption in Europa untersucht hat, den sogenannten «CRIM»-Bericht verabschiedet. Das EU-Parlament will kommnde Woche (23. Oktober) über den Bericht abstimmen.

Dem Papier zufolge gehe eine «ernsthafte Bedrohung» von der grassierenden Korruption aus. Allein im öffentlichen Sektor habe man 20 Millionen Fälle registriert. Der Gesamtschaden laut EU-Kommission: 120 Milliarden Euro im Jahr. Mit dem Bericht fordern die Abgeordneten von Polizei und Justiz der EU-Staaten eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Europäische Steueroasen müssten verschwinden, der Kauf von Wählerstimmen solle überall zum Strafdelikt werden. Wer wegen Geldwäsche oder Korruption verurteilt wurde, dürfe mindestens fünf Jahre lang keine öffentlichen Aufträge erhalten.