Dienstag13. Januar 2026

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Cristina darf bis vors Gericht fahren

Cristina darf bis vors Gericht fahren
(AP)

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Zu ihrem Ladungstermin im Korruptionsskandal um ihren Ehemann Iñaki Urdangarin darf die spanische Königstochter Cristina bis vor die Tür des Gerichts fahren.

Die Sondergenehmigung werde «rein aus Sicherheitsgründen» erteilt, begründete Richter José Castro am Freitag seine Entscheidung in Palma de Mallorca, die im Einklang mit Empfehlungen der Polizei steht. Sollte die 48-Jährige bei ihrem Gerichtstermin am 8. Februar von der Genehmigung Gebrauch machen, bliebe ihr der Gang durch den zu erwartenden Medienpulk erspart.

Die Infantin wird als Beschuldigte aussagen. Die jüngste Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofía steht im Zusammenhang mit den umstrittenen Geschäften ihres Ehemanns im Verdacht der Steuerhinterziehung und der Geldwäsche.

Cristina ist seit 1997 mit dem früheren Handballer verheiratet. Ihm wird vorgeworfen, über die gemeinnützige Noos-Stiftung auf den Balearen und in Valencia staatliche Mittel in Millionenhöhe veruntreut zu haben. Außerdem gehört dem Paar zu gleichen Teilen das Unternehmen Aizoon, das die Justiz als Tarnfirma für die Veruntreuung öffentlicher Gelder verdächtigt. Cristina ist die erste direkte Verwandte des Königs, die als Beschuldigte vor Gericht
erscheinen muss. Das Verfahren hat dem Ansehen der Königsfamilie bereits erheblichen Schaden zugefügt.