Mittwoch28. Januar 2026

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Chemische Kastration für Kinderschänder

Chemische Kastration für Kinderschänder
(Patrick Pleul)

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Im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern will Indonesien verurteilte Täter zusätzlich chemisch kastrieren lassen.

Indonesiens Präsident Joko Widodo werde bald ein entsprechendes Gesetz per Erlass in Kraft setzen, kündigte Justizminister Muhammad Prasetyo nach einem Kabinettstreffen unter Leitung des Präsidenten am Dienstagabend an.

Nach seinen Angaben sollen überführten Kinderschändern weibliche Hormone injiziert werden, um den Geschlechtstrieb zu hemmen. Mit der Maßnahme reagieren die Behörden auf eine Reihe spektakulärer sexueller Angriffe auf Kinder der jüngsten Zeit. Zuletzt hatte die Entführung, mehrfache Vergewaltigung und Ermordung einer Neunjährigen vor wenigen Tagen in der Hauptstadt Jakarta das Land erschüttert.

Die Höchststrafe für Kindesmissbrauch liegt derzeit bei 15 Jahren Haft, in vielen Fällen kamen die Täter allerdings mit deutlich geringeren Strafen davon. Die chemische Kastration wird nur in wenigen Ländern gegen Kinderschänder eingesetzt, darunter in Polen und einigen US-Bundesstaaten. Südkorea war im Jahr 2011 das erste asiatische Land, das sie als Strafe einführte.