Zum ersten Mal seit mehr als 43 Jahren ist der Vulkan Calbuco im Süden Chiles ausgebrochen. Tausende Menschen sind auf der Flucht.
Seit 43 Jahren war es ruhig um den Vulkan Calbuco im Süden Chiles. Seit Mittwoch brodelt es allerdings wieder. (Tageblatt/Carlos F. Gutierrez)
Die Aschewolken seien aus einer Entfernung von 20 Kilometern noch zu sehen, schreibt das Nachrichtenportal Emol. (dapd/Francisco Ramos Mejia)
Innen- und Sicherheitsminister Rodrigo Peñalillo ordnete deshalb im Umkreis von 20 Kilometern eine Evakuierung an. (Tageblatt/Carlos F. Gutierrez)
Die Menschen im betroffenen Gebiet sollen nun Wasservorräte erhalten, falls das vorhandene durch die Asche verschmutzt sein sollte. (dapd/ho)
Der Vulkan habe nicht unter Beobachtung gestanden. Deshalb sei sein Ausbruch eine Überraschung, sagt der örtliche Nothilfechef Alejandro Verges. (dapd/str)
Die Aschewolke soll rund 15 Kilometer in den Himmel ragen. (dapd/Diego Main)
(dapd/ho)
Blitze entstehen nicht nur in Gewitterwolken, auch Ascheteilchen in den Rauchwolken von Vulkanen können sich elektrisch aufladen. Das passierte auch in Chile. (dapd/David Cortes Serey)
Zwei Ausbrüche eines Vulkans binnen wenigen Stunden haben den Süden Chiles in den Ausnahmezustand versetzt. Der Vulkan Calbuco spie am späten Mittwoch eine Aschewolke zehn Kilometer in die Höhe, woraufhin die Behörden die Evakuierung der Region in einem Umkreis von 20 Kilometern anordneten.
Für die Gegend wurde der Notstand ausgerufen, zudem wurde die Armee entsandt. Auch über die grenznahe Region im benachbarten Argentinien wurde der Ausnahmezustand verhängt. Am frühen Donnerstag folgte ein zweiter Ausbruch des Vulkans. Schmelzwasser von dem Vulkan mit seiner schneebedeckten Spitze ließ nach der Eruption den Pegel des Flusses Blanco stark ansteigen.
Von der Evakuierung waren offiziell zunächst etwa 270 Familien betroffen. Auf den Straßen und an Tankstellen bildeten sich lange Staus, wie Fernsehbilder zeigten. Die Region, deren größte Stadt Puerto Montt ist, war von einer Ascheschicht bedeckt. Der Schulunterricht wurde für Donnerstag vielerorts abgesagt, Flüge über die Region wurden gestrichen. Zuletzt war der Calbuco vor 43 Jahren ausgebrochen.
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