Nach der angekündigten Obergrenze für Flüchtlinge in Österreich wollen auch die Balkanländer diesem Beispiel folgen und die Zahl der Migranten senken. Slowenien müsse die Zahl der Durchreisenden auf der Balkanroute den Vorgaben der Zielländer wie Österreich und Deutschland anpassen, sagte Außenminister Karl Erjavec am Mittwoch im Parlament in Ljubljana. Seine Regierung werde am Donnerstag darüber entscheiden.
Mazedonien reagierte mit einer Einschränkung des Flüchtlingstransits. Es würden nur Migranten durchgelassen, die als Asylland Deutschland oder Österreich angeben, hieß es in Medienberichten. Hunderte Flüchtlinge seien durch die neue Regelung im Grenzgebiet zu Griechenland gestrandet.
Auch Serbien und Kroatien
Ähnliche Vorschriften hat auch das mazedonische Nachbarland Serbien eingeführt. Aufgrund der österreichischen Beschlüsse am Mittwoch dürften ab sofort nur Menschen mit dem Zielland Deutschland oder Österreich weiterreisen, sagte Arbeitsminister Aleksandar Vulin.
Auch der kroatische Innenminister Ranko Ostojic gab an, sein Land dürften nur noch Migranten mit dem Ziel Deutschland oder Österreich passieren. Der Minister steht wegen einer neuen Regierung allerdings unmittelbar vor seiner Ablösung.
Auf der Balkanroute kommen die Flüchtlinge aus der Türkei über Griechenland, Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien bis nach Österreich und weiter nach Deutschland. Im Vorjahr waren schätzungsweise 900.000 über diesen Weg nach West- und Nordeuropa gelangt.
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