Der Vorschlag kommt vom australischen Mann des Jahres, dem früheren Armeechef David Morrison. Dieser nutzte seine Antrittsrede am Montagabend, um für die Trennung von Großbritannien zu werben.
Bisher ist Königin Elizabeth formal auch das Staatsoberhaupt von Australien. Eine ähnliche Debatte über verfassungsrechtliche Eigenständigkeit hatte 1999 zu einem Referendum geführt, in dem sich eine Mehrheit gegen eine Änderung ausgesprochen hatte. Seither wächst allerdings die Unterstützung für die Bewegung, Australien zur eigenständigen Republik zu machen.
Nationale Debatte
Morrison sagte, es sei Zeit für eine weitere Volksabstimmung. «Ich bin Mitglied der republikanischen Bewegung», sagte der ehemalige Offizier am Dienstag dem Australischen Rundfunk. «Ich war mein ganzes Leben ein Republikaner.» Als er in der Armee gewesen sei, habe er darüber nicht gesprochen. Jetzt aber wolle er zu einer nationalen Debatte beitragen.
Diese Woche unterzeichneten die Regierungschefs von sieben der acht australischen Bundesstaaten und Territorien ebenfalls eine Erklärung für Australien als Republik und ein Referendum darüber, dies bis 2020 umzusetzen.
Die neue Debatte rankt sich um den jährlichen Nationalfeiertag Australia Day. Im vergangenen Jahr hatte der damalige konservative Premierminister und Monarchist Tony Abbott für Empörung gesorgt, als er Prinz Philip, den Gatten der Queen, zum Ritter erklärte. Abbott wurde im September durch den neuen Regierungschef Malcom Turnbull abgelöst, der zum Zeitpunkt des Referendums 1999 die australische republikanische Bewegung anführte.
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