Die Steuergegner schleuderten Pflastersteine und Blumentöpfe auf die Beamten und versuchten, den Eisenzaun vor der Präfektur zu erklimmen, wie AFP-Reporter beobachteten. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die aufgebrachte Menge ein. Nach Angaben des linken Bürgermeisters von Carhaix, Christan Troadec, hatten sich 30.000 Menschen in der bretonischen Stadt versammelt, um gegen Stellenstreichungen und die Umweltsteuer zu protestieren.
Hollande angeschlagen
Der Image-Verlust für Hollande wird von Woche zu Woche schlimmer, der Eindruck wächst, dass er das Land nicht mehr unter Kontrolle hat. In Umfragen steckt die linke Regierung in einem so tiefen Loch, wie keine Regierung seit mehr als 50 Jahren. Kommentatoren beklagen, der Regierung fehle es an Autorität.Die Franzosen können kein Konzept in der Wirtschaftspolitik erkennen. Sie erleben eine Fülle neuer Steuern, die unverständlich bleiben und Verwirrung stiften. Außerdem fehlt es Hollande an Durchsetzungskraft, um einmal beschlossene Steuern auch durchzusetzen. Sobald sich Widerstand regte und Protest laut wird, bläst Hollande zum Rückzug. So war es jetzt bei der Öko-Maut, davor wurde eine beschlossenen Steuer auf Spareinlagen zurückgenommen, ähnlich erging es einer neuen Steuer für Unternehmer. (dpa)
Troadec war einer der Hauptorganisatoren. Die Behörden gaben die Zahl der Teilnehmer mit mindestens 10.000 an. Viele der Demonstranten trugen rote Kappen, ein Symbol für den Kampf gegen die Steuerbehörden im 17. Jahrhundert. Einige Teilnehmer trugen Eisenstangen und setzten Holzpaletten in Brand.
Gespannte Lage
Schon vor einer Woche war es bei Protesten gegen die Öko-Steuer für Schwerlastwagen zu gewaltsamen Protesten gekommen, dabei war ein Teilnehmer schwer verletzt worden. Die sozialistische Regierung hatte die Steuer, die eigentlich zum 1. Januar in Kraft treten sollte, daraufhin auf Eis gelegt. Mehrere Gewerkschaften riefen daher nicht länger zu Protesten auf.
Das soziale Klima in der Bretagne hat sich in den vergangenen Monaten wegen der Wirtschaftskrise erheblich aufgeheizt
Zu Demaart







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