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WHO mahnt zum Verzicht auf Asbest

WHO mahnt zum Verzicht auf Asbest
(Daniel Bockwoldt)

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Jedes Jahr sterben in der Europäischen Region 15 000 Menschen durch Asbest. Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Asbest-Verbot in allen Ländern der Europäischen Region gefordert. Asbest könne unter anderem zu Lungen-, Eierstock- oder Kehlkopfkrebs und Asbestose führen, teilte das WHO-Regionalbüro für Europa in Kopenhagen am Donnerstag mit. In 16 von 53 Ländern der Europäischen Region werde Asbest noch verwendet, vor allem in Baustoffen.

«Wir können es uns nicht leisten, in der Europäischen Region jedes Jahr 15 000 Menschenleben durch asbestbedingte Erkrankungen zu verlieren, insbesondere unter den Arbeitnehmern», erklärte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa. «Jeder Todesfall infolge asbestbedingter Erkrankungen ist vermeidbar.»

In einigen Ländern noch erlaubt

Zu der Europäischen Region der WHO zählen auch einige Staaten, die geografisch außerhalb Europas liegen. Asbest ist unter anderem weiterhin erlaubt in Russland, der Ukraine, in Monaco und Bosnien. Doch auch in den Ländern, die die faserartigen silikatischen Minerale verboten haben, sterben Menschen an den Folgen von Asbest.
In Luxemburg ist Asbest seit 2001 verboten. Der Werkstoff ist aber nach wie vor in vielen langlebigen Produkten – zum Beispiel Bodenbelägen oder Dachplatten – vorhanden. Asbest wurde früher vielfach eingesetzt, unter anderem weil es hitzebeständig ist.

«Asbest ist als eine lautlose, aber tödliche Bedrohung bekannt, da durch Asbestbelastung bedingte Gesundheitsstörungen meist erst Jahrzehnte später auftreten. Das bedeutet, dass in der ganzen Europäischen Region in den kommenden Jahren wohl noch viele Menschen erkranken und sterben werden», erklärt Guénael Rodier, WHO-Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten, Gesundheitssicherheit und Umwelt.

Nach einem Bericht, der in diesen Tagen bei einer WHO-Tagung im israelischen Haifa vorgestellt wurde, ist Asbest für die Hälfte aller berufsbedingten Krebserkrankungen verantwortlich.

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