«Europa braucht Russland als Partner», erklärte sein Sprecher am Freitag zu Äußerungen von Juncker vom Vorabend. Die USA verfolgten ihre eigenen Interessen, genauso wie auch die EU.
Juncker selbst hatte am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung in Passau dazu aufgefordert, sich um «ein korrekteres Verhältnis» zu Russland zu bemühen. «Das ist nicht sehr sexy, aber das muss sein. Wir können so nicht weitermachen», sagte er mit Blick auf die nachfolgenden Generationen. «In Syrien erleben wir, was das für Folgen hat.»
«Behandelt Russland anständig»
Als wichtigen Punkt nannte Juncker dabei den Umgang mit Russland. «Man muss die Russen einfach – ich sag‘ das einfach mal so plump – anständig behandeln.» Zur Rolle der USA merkte er an: «Wir können uns unser Verhältnis nicht von Washington aus diktieren lassen. Das geht nicht.»
Die wegen Russlands Unterstützung für Separatisten in der Ukraine verhängten Sanktionen, bezeichnete Juncker allerdings als grundsätzlich richtig. Dass Kremlchef Wladimir Putin in Europa Grenzen verschiebe, sei nicht hinnehmbar. Er halte Sanktionen zwar nicht für «die intelligenteste Form politischer Reaktion». Sie seien ihm aber lieber als militärische Auseinandersetzungen.
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