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Trotz Geldschwemme wenig Kredite

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Die Kreditvergabe der Banken in der Eurozone kommt trotz der Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht richtig in Gang.

Die Geldhäuser gewährten im September lediglich 0,1 Prozent mehr Darlehen an Unternehmen außerhalb des Finanzsektors als ein Jahr zuvor, wie die EZB am Dienstag mitteilte. Im August waren es noch 0,4 Prozent. Die Entwicklung der Darlehen an Firmen ist ein wichtiges Barometer für die Einschätzung der Konjunkturentwicklung. Noch vor einer Woche hatte die vierteljährige EZB-Kreditumfrage unter Banken ein viel günstigeres Bild gezeichnet.

Die neuen Zahlen dürften die Währungshüter kaum erfreuen. Denn seit März erwerben sie in großem Stil Anleihen der Euro-Länder, um diese als Investition für Banken unattraktiv zu machen und die Institute so dazu zu bewegen, mehr Kredite an die Wirtschaft zu vergeben. Auf diesem Weg will die EZB der Konjunktur unter die Arme greifen und die nach ihrer Sicht gefährlich niedrige Inflation anschieben.

Bisher mit wenig Erfolg: Denn im September waren die Preise in der Eurozone trotz Geldflut um 0,1 Prozent gesunken. Die EZB strebt als idealen Wert für die Wirtschaftsentwicklung eine Teuerung von knapp unter zwei Prozent an. Der EZB-Präsident hatte vergangene Woche bereits signalisiert, notfalls die Geldschleusen noch weiter zu öffnen, um die Inflation anzukurbeln. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet sagte, es gebe bei der Wahl der geldpolitischen Instrumente für die EZB keine Tabus. Er verwies unter anderem auf das Anleihen-Kaufprogramm, das bisher bis September 2016 laufen und dann ein Volumen von 1,14 Billionen Euro haben soll.

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