Südkorea reagiert verhalten auf Kritik der europäischen Autoindustrie an immer noch existierenden Handelsbarrieren. Niemand solle diskriminiert werden, versicherte die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye beim einem Gipfeltreffen mit EU-Spitzenvertretern am Freitag in Brüssel. «Eine Öffnung der Märkte sollte im Inland, aber auch im Ausland vollzogen werden», forderte Park. Handelsbarrieren könnten möglicherweise in der Zukunft aufgehoben werden.
Die EU und Südkorea sind seit Juli 2011 über ein Freihandelsabkommen verbunden. Die europäische Autobranche klagt jedoch immer noch über Barrieren, die nichts mit Einfuhrzöllen zu tun haben. Das können laut Experten beispielsweise unterschiedliche technische Standards sein.
Ausfuhren wurden angekurbelt
Der Handelspakt kurbelte die Ausfuhren der Europäer nach Südkorea ordentlich an. In den vergangenen zwei Jahren stiegen die Exporte um 24 Prozent. Koreanische Ausfuhren verminderten sich hingegen um 6 Prozent.
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy beurteilte das Handelsabkommen positiv. Es werde noch erfolgreicher sein, je mehr sich die EU von der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise erhole. «Unsere Beziehungen sind tiefer als je zuvor.» Europas Wohlstand sei verbunden mit großen Wirtschaftszonen wie Südkorea und anderen ostasiatischen Staaten.
Wissenschaftler werden ausgetauscht
EU-Wissenschaftskommissarin Máire Geoghegan-Quinn und der südkoreanische Wissenschaftsminister Choi Mun-kee unterzeichneten am Rande des eintägigen Spitzentreffens ein Abkommen zum Austausch von Wissenschaftlern. Geplant ist außerdem, die gegenseitige Anerkennung von Bildungsabschlüssen zu erleichtern.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barrosso kündigte die baldige Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens zur Satellitennavigation an. «Die neuen Kooperationen packen Fleisch auf die Knochen unserer strategischen Partnerschaft», so Barroso.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können