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Strom sparen bei Ofen, Herd und Dunstabzug

Strom sparen bei Ofen, Herd und Dunstabzug

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Ständig dreht sich der Stromzähler. Auch wer am Herd werkelt, verbraucht Energie. Um das Klima zu schonen, verbannt die EU besonders energiehungrige Küchengeräte vom Markt.

Für verschiedene Küchengeräte gelten ab Freitag strengere Energiespar-Vorgaben. Die Hersteller sehen das gelassen. Zudem sie mit einem geringeren Verbrauch auch beim Kunden werben können.

Die Ökodesign-Richtlinie der EU schreibt vor, wie bestimmte Produkte zu gestalten sind, damit die Umwelt entlastet wird. Ursprünglich bezog sie sich nur auf direkte Stromverbraucher wie Fernseher, Geschirrspüler oder Lampen. Seit der Novellierung 2009 geht es auch um Produkte, die den Energieverbrauch beeinflussen – etwa wassersparende Duschköpfe, gut isolierende Fenster oder Autoreifen mit geringem Rollwiderstand. Die Richtlinie soll dazu beitragen, das Klimaziel der EU bis zum Jahr 2020 einzuhalten. (dpa)

Was ändert sich zum 20. Februar?

Die EU verbietet extrem energiehungrige Backöfen, Kochfelder und Dunstabzugshauben. Das betrifft Dunstabzugshauben sowie mit Strom oder Gas betriebene Backöfen und Kochfelder für den Hausgebrauch. Sie müssen energieeffizienter werden. Ermittelt werden diese Werte in standardisierten Testsituationen. Dabei darf für eine bestimmte Leistung nicht mehr als eine bestimmte Energiemenge verbraucht werden – die mathematischen Formeln dazu stehen in einem EU-Gesetz. Hier einige Fragen zu dem Thema und ihre antworten:

Bedeutet das alles für die Hersteller einen großen Aufwand?

Einen gewissen Aufwand gibt es. Die Hersteller müssen Daten liefern. Doch die Firmen können mit einer guten Energieeffizienz auch punkten beim Kunden. Das Energie-Label hatte bisher Vorteile im Marketing, betonen Experten. Allerdings warnen sie vor allzu kleinteiligen Vorgaben: Damit sich eine Kennzeichnung lohne, müsse es auch eine ausreichend große Spannbreite beim Energieverbrauch in einer Produktkategorie geben.

Muss die Branche sich anstrengen, um die Standards zu schaffen?

Die Wirtschaft wisse seit zwei Jahren, dass diese neuen Auflagen kommen. Es gebe da überhaupt keinen Aufreger, meint ein deutscher Experte. Viele Produkte wiesen schon heute eine gute Energieeffizienz auf.

Gibt es solche Regeln schon für andere Produkte?

Ja, eine ganze Menge. Seit dem vergangenen September ist zum Beispiel die Leistung von Staubsaugern schon auf 1600 Watt gedrosselt. Für Kaffeemaschinen muss es seit Jahresbeginn im Normalbetrieb eine automatische Abschaltung der Warmhalteplatte geben oder einen energiesparenden Bereitschaftsmodus. Auch für Geschirrspüler oder Kühlschränke gibt es Energiespar-Auflagen.

Können Verbraucher dabei Geld sparen?

Ja. Bei einem energiesparenden Gasbackofen lassen sich über die durchschnittliche Lebensdauer laut EU-Kommission 180 Euro sparen, bei einem Elektrobackofen 230 Euro – im Vergleich zu einem herkömmlichen Produkt. Auch das Klima profitiert: Die Vorgaben für die drei Gerätegruppen sollen zu einer Minderung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ab 2020 von einer Million Tonnen jährlich führen, so die EU-Kommission.

Müssen Geschäfte nun alte Bestände wegwerfen?

Nein. Die neuen Regeln gelten nur für Produkte, die neu in den Verkehr gebracht werden. Produkte, die schon im Handel sind, betreffen sie nicht.