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Saudi-Arabiens Großmufti mag kein Schach

Saudi-Arabiens Großmufti  mag kein Schach
(AP/Hassan Ammar)

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Oberster Rechtsgelehrte bezeichnete Brettspiel als unislamisch

Saudi-Arabiens Großmufti Scheich Abdulasis al-Scheich hat mit einem Verbot des Schachspiels für eine Kontroverse im Internet gesorgt. «Saudiarabischer Mufti hat Schach für haram (verboten) erklärt. Offenbar führt dieses Spiel zum Einsatz des Gehirns und dies ist haram», schrieb der libanesische Fernsehproduzent Nasser Fakih auf Twitter. Ein anderer Nutzer des Kurzbotschaftendiensts fragte, ob der Großmufti nun auch Playstation und XBox verbieten wolle. Viele dagegen unterstützen die Auffassung des obersten Rechtsgelehrten des Königreichs.

In einer Fernsehsendung hatte der Großmufti Schach für unislamisch erklärt. «Schach ist verboten. Es ist ein Glücksspiel», sagte er auf die Frage nach der Zulässigkeit des jahrtausendealten Brettspiels. Es sei «eine Verschwendung von Zeit und Geld und die Ursache von Feindseligkeiten zwischen den Spielern». Die Sendung war bereits vor einem Monat ausgestrahlt worden, tauchte nun aber als Video wieder im Internet auf.

Die Zulässigkeit von Schach im Islam sorgt immer wieder für Diskussionen. Der frühere russische Schachmeister Garri Kasparow bezeichnete den Versuch, «Schach zu ächten», als «dumm». Er rief aber gleichzeitig dazu auf, sich größere Sorgen über die «Ächtung von Demokratie und Menschenrechten» in Saudi-Arabien zu machen.