Ein großangelegter europäischer Lebensmitteltest hat in rund 45 Prozent der Proben Rückstände von Pestiziden gefunden. Allerdings hätten die Pestizide nur bei etwa 1,5 Prozent der Proben die zulässigen Gesundheits-Grenzwerte überschritten, teilte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) am Donnerstag in Parma mit.
Die EFSA hatte gemeinsam mit 27 EU-Staaten – Kroatien nahm noch nicht teil – sowie Norwegen und Island im Jahr 2013 rund 81.000 Proben gesammelt und ausgewertet. Getestet wurden zum Beispiel Kopfsalat, Erdbeeren und Schweinefleisch.
Unter dem Limit
In 97,4 Prozent der Proben waren die Höchstwerte demnach eingehalten – entweder weil gar keine Pestizidrückstände gefunden wurden oder weil sie unter dem gesetzlichen Limit lagen. Bei mehr als einem Viertel der Proben gab es Belastungen mit Rückständen mehrerer Pestizide.
Auch in vielen der 254 Luxemburger Proben wurden Pestizid-Rückstände gefunden. Betroffen waren unter anderem Erdbeeren, Chrysanthemen und Bohnen. In insgesamt 52 Prozent der Proben wurden Pestizide gefunden. Der Wert lag aber fast immer unter der autorisierten Grenze. Lediglich in drei Produkten wurde der Höchstwert überschritten.
Pestizide sind Chemikalien für den Pflanzenschutz und zur Schädlingsbekämpfung. Für einen Teil der Proben – nämlich für die, die EU-weit von den gleichen Lebensmitteln entnommen wurden – analysierte die EFSA das Gesundheitsrisiko. Demnach ist das kurzfristige Risiko, über die Nahrung einen schädlichen Pegel von Pestizidrückständen zu erreichen, «gering». Langfristige Folgen für die Gesundheit der Verbraucher seien «unwahrscheinlich», urteilte die Lebensmittelbehörde.
Zu Demaart
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