Donnerstag22. Januar 2026

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Nach 34 Jahren das Aus für die Kommunisten

Nach 34 Jahren das Aus für die Kommunisten

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1977 waren die Kommunisten in West-Bengalen demokratisch gewählt worden, seitdem regierten sie den indischen Bundesstaat. Nun wurde ihre Macht in einer historischen Abstimmung gebrochen.

Die älteste gewählte kommunistische Regierung der Welt muss abtreten: Die seit 1977 im ostindischen Bundesstaat West-Bengalen regierenden Kommunisten verbuchten am Freitag eine verheerende Wahlniederlage. Siegerin der Regionalwahl ist die Trinamol-Partei der indischen Eisenbahnministerin Mamata Banerjee. «Das ist ein historisches Urteil», sagte die designierte Ministerpräsidenten in West-Bengalens Hauptstadt Kolkata (früher Kalkutta). «Nach 34 Jahren hat Bengalen eine neue Freiheit.»

Banerjee hatte den Kommunisten vorgeworfen, den Bundesstaat in den wirtschaftlichen Ruin zu führen. Ihre Partei hat marktwirtschaftliche Reformen versprochen. «Das ist ein vollständiger Sieg der Demokratie, ein Sieg für die einfachen Menschen, die Ausgebeuteten und die Stammesangehörigen», sagte Banerjee. Zahlreiche ihrer Unterstützer tanzten auf den Straßen und zündeten Feuerwerkskörper, um den Erdrutsch-Sieg zu feiern. In Neu Delhi gehört die Trinamol-Partei der von der Kongress-Partei geführten Zentralregierung an.

Die Kommunisten verloren bei den insgesamt fünf Regionalwahlen auch ihre zweite Bastion: Im südindischen Bundesstaat Kerala werden sie künftig ebenfalls nicht mehr die Regierung stellen. Dort sowie in zwei weiteren Bundesstaaten gewannen die Kongress-Partei oder ihre Alliierten die Wahlen. Insgesamt waren mehr als 140 Millionen Inder dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.