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Korruptionsermittlungen gegen Außenministerin

Korruptionsermittlungen gegen Außenministerin
(AFP/Antti Aimo Koivisto)

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Die schwedische Außenministerin Wallström soll unrechtmäßig Wohnung erhalten haben.

Wegen des Verdachts auf die ungerechtfertigte Zuweisung einer Mietwohnung hat die schwedische Justiz Korruptionsermittlungen gegen Außenministerin Margot Wallström eingeleitet. Dabei gehe es sowohl um die Zuweisung der Wohnung in der Hauptstadt Stockholm, die Eigentum einer Gewerkschaft ist, als auch um mögliche Bestechung, teilte der zuständige Staatsanwalt Alf Johansson am Dienstag mit.

Es werde geprüft, «ob eine Straftat vorliegt». «Die Medien haben seit Freitag Berichte veröffentlicht, denen zufolge Vertreter der Gewerkschaft Kommunal zwischen dem Spätsommer 2014 und April 2015 Außenministerin Margot Wallström für eines ihrer Gebäude in Stockholm einen Mietvertrag versprochen und dann verschafft haben», erklärte Johansson.

Die Tageszeitung «Aftonbladet» hatte berichtet, dass Wallström die Wohnung trotz einer langen Warteliste bekommen habe. In Stockholm herrscht Wohnungsknappheit, weshalb die offizielle Wartezeit im Durchschnitt 13 Jahre beträgt. Die 61-jährige Sozialdemokratin Wallström gilt als Star des Kabinetts von Regierungschef Stefan Löfven. Sie gibt an, in gutem Glauben an die Rechtmäßigkeit der Wohnungsvergabe gehandelt zu haben. Am Dienstag begrüßte sie die Ermittlungen. «Ich habe nichts zu verbergen», sagte Wallström der Nachrichtenagentur TT.