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Klima-Ziel in Gefahr

Klima-Ziel in Gefahr

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Die internationale Staatengemeinschaft wird ihren Kampf gegen den Klimawandel einer UN-Studie zufolge verlieren, wenn der zuletzt deutlich gestiegene Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 nicht drastisch zurückgefahren wird.

Die Emissionen von CO2 und anderen Schadstoffen durch Fabriken, Kraftwerke, Autos und Flugzeuge hätten im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts einen Rekordstand erreicht, heißt es in einem Entwurf des UN-Berichts, dessen Zusammenfassung der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag.

Grund hierfür sei vor allem das rasante industrielle Wachstum von China und anderen asiatischen Staaten. Dies gefährde das erklärte Ziel von knapp 200 Ländern, den Anstieg der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius im Vergleich zu Beginn der Industriellen Revolution zu begrenzen. Bis zu dieser Grenze gelten die globalen Folgen des Klimawandels wie Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürren noch als beherrschbar.

Emissionen müssen unter Kontrolle gebracht werden

Sollte der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 nicht unter Kontrolle gebracht werden, müssten die Staaten zusätzliche Maßnahmen erwägen, um Kohlendioxid (CO2) aus der Erdatmosphäre wieder herauszubekommen. Als Beispiele nannten die Autoren der Studie, die zu den weltweit angesehensten Klimaforschern zählen, unter anderem die Pflanzung von neuen Wäldern, damit die Bäume das CO2 aus der Luft in ihrem Zellgewebe binden könnten. Eine weitere Möglichkeit sei das Einfangen und Vergraben von Treibhausgasen, was aber noch näher erforscht werden müsse.

Der Klimawandel macht sich seit längerem bemerkbar: Das Eis im Nordpolarmeer ist einem Weltbank-Bericht zufolge im September auf ein Rekord-Minimum geschmolzen, extreme Hitzewellen und Dürren hätten im vergangenen Jahrzehnt Staaten wie die USA und Russland häufiger heimgesucht als zuvor. Derart extreme Wetterlagen würden mit zunehmender Erwärmung zur Normalität gehören. Einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft wirkt sich der Klimawandel schon jetzt auf fast jedes dritte deutsche Unternehmen aus.