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Japan und EU wollen baldige Einigung

Japan und EU wollen baldige Einigung

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Fast eine halbe Million neue Arbeitsplätze erhoffen sich die Europäer von einem Freihandels-Pakt mit Japan. Dazu soll Japan seine Märkte öffnen.

Die Europäische Union und Japan streben einen möglichst baldigen Abschluss ihrer Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen an. Darauf einigten sich beide Seiten am Dienstag bei einem Gipfeltreffen in Tokio. Man wolle sich gegenseitig zügig Angebote zur Marktöffnung bei Gütern, Dienstleistungen und Beschaffungen unterbreiten sowie das Problem von Handelsbarrieren angehen, um die Verhandlungen voranzubringen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso. Die EU begrüße zudem Japans Bemühungen, «proaktiver» zum Frieden und Sicherheit in der Welt beizutragen, hieß es weiter.

Die EU war im vergangenen Jahr weiterhin Japans drittgrößter Handelspartner nach China und den USA mit einem Anteil von neun Prozent am gesamten Außenhandel. Die Importe aus der EU beliefen sich auf 64 Milliarden Euro, wobei die EU ein Handelsdefizit mit Japan hat, das sich im vergangenen Jahr auf acht Milliarden Euro belief. Die EU erhofft sich von verstärkten Ausfuhren nach Japan die Schaffung von rund 420 000 neuen Arbeitsplätzen in Europa.

Beim Gipfeltreffen in Tokio verständigten sich beide Seiten auch auf die Notwendigkeit einer deutlichen Senkung der Treibhausgase. Japan hat gerade erst sein Klimaziel deutlich reduziert und dies mit der momentanen Abschaltung sämtlicher Atomkraftwerke in Folge der Katastrophe in Fukushima begründet. Ferner beschlossen beide Seiten einen Dialog zur Stärkung der Kooperation im Weltraumbereich.