Der Iran hält an seinem Rückhalt für Syriens Präsident Baschar al-Assad fest. Über das Schicksal des Bürgerkriegslands habe allein dessen Bevölkerung zu entscheiden, sagte am Sonntag Ali Akbar Welajati, der außenpolitische Berater des politischen und religiösen Führers des Iran, Ajatollah Ali Chamenei. Assad sei «die rote Linie» des Irans, «weil er vom syrischen Volk zum Präsidenten gewählt wurde».
Assad warf Großbritannien vor, mit seiner Strategie und den Luftangriffen auf die radikal-islamische IS-Miliz die Lage zu verschlechtern. In der vom IS kontrollierten Provinz Rakka wurden bei einer ganzen Reihe von Luftangriffen der US-geführten Allianz mindestens 32 IS-Kämpfer getötet. 40 weitere seien verletzt worden, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.
Rolle Assads im Konflikt
Die künftige Rolle Assads ist ein Knackpunkt bei den internationalen Bemühungen um eine Lösung des Syrien-Konflikts. Der Iran und Russland wollen, dass er an der Macht bleibt, bis es wieder Wahlen gibt. Der Westen und arabische Staaten fordern dagegen seinen Rücktritt.
Britische Kampfjets hatten in der Nacht zu Samstag von der IS-Miliz kontrollierte Ölanlagen in Syrien bombardiert, weil sie eine wichtige Finanzierungsquelle für den IS sind. Die US-geführte Allianz teilte mit, bei Luftangriffen seien in Syrien fünf Öl-Förderanlagen getroffen.
Kämpfer für politische Lösung
Assad machte sich auch lustig über Camerons Äußerungen, in Syrien gebe es 70.000 vom Westen unterstützte Kämpfer, die für eine politische Lösung offen seien. «Wo sind diese 70.000 Moderaten, über die er redet? Es gibt keine 70.000. Es gibt auch keine 7000», sagte Assad.
Im November hatten sich bei Syrien-Gesprächen in Wien Russland, führende Staaten des Westens und des Nahen Ostens auf einen Rahmenplan für eine politische Lösung des Syrien-Konflikts verständigt. Dieser sieht unter anderem vor, dass die syrische Regierung und die Opposition Anfang 2016 Verhandlungen über ein Ende des Konflikts aufnehmen.
Zu Demaart
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