Es wird erwartet, dass das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen kommt. Erste Auswirkungen des Streiks in Spanien machten sich am Morgen im öffentlichen Nahverkehr bemerkbar. «Kein einziger Bus hat den Bahnhof verlassen», schilderte ein Reuters-Fotograf die Lage am zentralen Bus-Bahnhof in Madrid.
Die Behörden rechnen zudem damit, dass zwischen 20 und 40 Prozent der internationalen Flüge ausfallen. In der Nacht legten nach Angaben der Gewerkschaften bereits zahlreiche Schichtarbeiter wie etwa Gebäudereiniger ihre Arbeit nieder. Siehe auch:
Streik legt belgischen und spanischen Flugverkehr lahm
Die Arbeitsmarktreform von Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero war Anfang September vom Parlament gebilligt worden. Demnach wird es künftig für Firmen einfacher und kostengünstiger, Mitarbeiter zu entlassen.
Zudem wird es Arbeitslosen erschwert, ein Job- oder Weiterbildungsangebot auszuschlagen. Unter anderem drohen Leistungskürzungen, sollten sie Angebote ablehnen. Spaniens Arbeitslosenquote ist nach dem Ende des Bau-Booms 2007/2008 auf 20 Prozent hochgeschnellt, so hoch wie in keinem anderen Land der Eurozone.
Der Streik fällt in eine Zeit, in der auch in anderen europäischen Ländern die Menschen gegen Sparmaßnahmen ihrer Regierungen Sturm laufen, etwa in Belgien oder Griechenland.
Reuters
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