George Lautner sei am Freitag im Alter von 87 Jahren in Paris nach langer Krankheit gestorben, sagte der frühere Stuntman Rémy Julienne unter Berufung auf das Umfeld des Regisseurs.
Lautner arbeitete während seines jahrzehntelangen Schaffens mit vielen Filmstars zusammen, darunter Jean-Paul Belmondo, Alain Delon, Pierre Richard und Lino Ventura. Zu einer Vorführung anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von «Mein Onkel, der Gangster», («Tontons Flingeurs») Anfang November in Nantes hatte Lautner aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr reisen können. Der Film war am kommenden Mittwoch vor 50 Jahren erstmals im Kino zu sehen gewesen.
Lautner wurde am 24. Januar 1926 in Nizza geboren. Seine Liebe zum Film wurde dem Sohn der Schauspielerin Renée Saint-Cyr in die Wiege gelegt. Bevor er ab 1949 als Regieassistent seine Laufbahn beim Film begann, studierte Lautner jedoch zunächst Jura. Sein erster Spielfilm «La Môme aux boutons» entstand 1958. 1960 drehte er den Film «Auch Helden wollen leben» («Marche ou crève»), der den Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Bernard Blier einläutete. Mit Belmondo, den er Ende der 1970er Jahre für «Der Windhund» («Flic ou voyou») besetzte, verband Lautner eine enge Freundschaft.
Zu Demaart
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