Dienstag20. Januar 2026

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Eskalation durch 300 ungeladene Gäste

Eskalation durch 300 ungeladene Gäste

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Die Facebook-Party in Freiburg sollte ein harmonisches Beieinander sein. Die gute Stimmung wurde aber durch mehr als 300 ungeladene Gäste verdorben. Diese grölen, pöbeln und randalierten.

Eine über Facebook versehentlich öffentlich organisierte Privatparty ist in Freiburg ausgeartet. Statt der geladenen 30 bis 40 Gäste kamen am Donnerstagabend bis zu 350 Menschen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Diese warfen Flaschen und Dosen auf die Straße, beschädigten Autos, Möbel im Haus der Gastgeber sowie einen Garten, lieferten sich gewalttätige Streits, brüllten herum und beleidigten Beamte, als diese die Veranstaltung auflösen wollten.

Eingeladen hatten 15 Jahre alte Zwillingsbrüder, während ihre Eltern im Urlaub waren. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatten die beiden aus Versehen die Einladung öffentlich gemacht. Mit einer ähnlichen Aktion hatte es die Hamburgerin Thessa im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geschafft, als 1600 Gäste uneingeladen zu ihrer Geburtstagsfeier kamen. Sie hatte die Einladung auf dem Sozialen Online-Netzwerk versehentlich für alle sichtbar veröffentlicht.

Schäden werden ermittelt

Während die Jugendlichen in Freiburg am Donnerstagabend wieder abzogen, kam es zu Behinderungen auf den Gleisanlagen. Vorsorglich habe die Polizei für rund 25 Minuten den Bahnverkehr gestoppt. «Das genaue Ausmaß und auch der entstandene Schaden muss noch ermittelt werden», hieß es nun bei der Polizei in Freiburg. «Das ist ’ne Menge Arbeit, die wir jetzt wieder haben, weil irgendwer zu blöd ist, ein Soziales Netzwerk zu bedienen», sagte ein Polizeisprecher.

Man prüfe zudem, ob die Verantwortlichen für den Polizeieinsatz finanziell zur Rechenschaft gezogen werden. Wie hoch die Kosten sein könnten, war am Freitag zunächst noch unklar. «Das Brüderpaar, das zur Party eingeladen hatte, war mit der entstandenen Situation restlos überfordert», berichtete die Polizei. Die Zwillinge begannen den Angaben nach noch in der Nacht mit den Aufräumarbeiten.