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Die soziale Verantwortung der Staaten

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Die Bevölkerung mehrerer EU-Staaten erwünsche ausdrücklich eine stärkere Rolle der Gemeinschaft.

Die Europäer wollen eine stärkere Rolle der EU bei der Sicherung sozialstaatlicher Standards in ihren Ländern. Das geht aus einer von der Bertelsmann Stiftung am Dienstag in Gütersloh vorgestellten Umfrage in acht EU-Mitgliedstaaten hervor.

Demnach sprechen sich in allen Ländern große Mehrheiten von 63 bis 86 Prozent angesichts verbreiteter Sorgen um die Zukunftsfähigkeit des Sozialstaats dafür aus, dass die EU verbindliche Mindeststandards für soziale Sicherungsleistungen durchsetzen sollte. Zugleich sind große Bevölkerungsmehrheiten auch in den reicheren Nettozahlerstaaten dabei der Meinung, dass die EU finanzielle Transferzahlungen zugunsten der ärmeren Mitglieder sicherstellen sollte.

Die Stiftung zeigte sich nach eigenen Angaben überrascht vom hohen Maß an Übereinstimmung in den Meinungsbildern in allen acht Staaten.

Über 8000 Befragungen

Das Ziel der Umfrage war es, die Einstellungen und Erwartungen der Menschen zur Zukunft des Sozialstaats und der sozialen Sicherungssysteme in Erfahrung zu bringen. Auftraggeber waren die Bertelsmann Stiftung sowie sieben weitere Denkfabriken aus anderen EU-Mitgliedstaaten von Großbritannien bis Portugal. Die Befragung fand im Juli und August diesen Jahres statt. Das Institut TNS Emnid befragte insgesamt 8007 Menschen.

Dabei stellte sich heraus, dass die Bürger in allen acht EU-Staaten mehrheitlich sorgenvoll auf die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme im Jahr 2050 blicken. So ist überall die Befürchtung verbreitet, dass der Sozialstaat dann Renten nicht mehr hinreichend garantieren könne. Eine große Mehrheit befürchtet auch, dass der Staat in einigen Jahrzehnten vor dem Hintergrund der bekannten demografischen Entwicklung die Betreuung älterer Menschen nicht sicherstellen kann. In allen EU-Staaten altert die Bevölkerung. Zunehmend weniger junge Leute müssen das Geld erwirtschaften, mit dem die soziale Absicherung der Älterer bezahlt wird.

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