Dienstag17. Februar 2026

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Aqmi für Attacke verantwortlich

Aqmi für Attacke verantwortlich
(AFP/Sia-kambou)

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14 Zivilisten und zwei Soldaten sind am Sonntag an einem Strand der Elfenbeinküste durch bewaffnete Angreifer getötet worden.

Bei Angriffen auf drei Hotels an einem Strand in der Elfenbeinküste sind am Sonntag mindestens 22 Menschen getötet worden. Darunter seien 14 Zivilisten, zwei Angehörige einer Spezialeinheit und sechs Angreifer, erklärte Präsident Alassane Ouattara am Abend.

Zu der Attacke im Urlaubsort Grand-Bassam bekannte sich nach Angaben von Experten die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Magreb (Aqmi).

Sechs Angreifer «neutralisiert»

Ouattara reiste in die Stadt und sagte, er habe die verschiedenen Hotels aufgesucht, um sein Beileid zu übermitteln und den Sicherheitskräften für ihre rasche Reaktion zu danken. Nach offiziellen Angaben wurden sechs Angreifer «neutralisiert».

Die frühere französische Kolonialstadt Grand-Bassam liegt rund 40 Kilometer östlich des Wirtschaftszentrums Abidjan. Sie ist Unesco-Weltkulturerbe und ein beliebtes Ausflugsziel für Ivorer und Ausländer.

In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Bilder von Opfern am Strand. Neben dem Hotel Étoile du Sud sahen Zeugen vier Leichen. Hotelbesitzer Jacques Able sagte, mindestens eine Person sei im Hotel getötet worden.

Zeuge Marcel Guy berichtete von mindestens vier Attentätern mit Kalaschnikow-Gewehren am Strand. Einer habe sich an zwei Kinder gewandt und dabei arabisch gesprochen. Ein Kind habe sich niedergekniet und gebetet, das andere sei erschossen worden.

Schon am Nachmittag berichtete die 25-jährige Josiane Sekongo, wegen des Gewehrfeuers sei sie aus ihrem Gebäude in der Nähe der Strandpromenade gekommen und habe Menschen vom Strand fliehen sehen. Einwohner der Stadt hätten sich in ihren Häusern versteckt.

Fenster Richtung Frankreich

Bei Angriffen von Extremisten auf bei Ausländern beliebten Hotels in zwei anderen westafrikanischen Ländern – Mali im November und Burkina Faso im Januar – waren Dutzende Menschen getötet worden. Im Juni 2015 hatte ein Islamist in Tunesien ebenfalls am Strand 38 Menschen getötet.

Al-Kaida-Experte Lemine Ould M. Salem sagte, er habe immer gesagt, die nächsten Ziele für Dschihadisten seien die Elfenbeinküste und der Senegal, weil diese beiden Länder Fenster Richtung Frankreich seien.

Die Angreifer könnten von Moktar Belmoktars Dschihadistengruppe Al-Murabitun stammen, aber auch die Terrorgruppe Boko Haram könnte hinter dem Anschlag stecken.