Die Bekanntgabe wurde am Dienstag von der saudiarabischen Nachrichtenagentur SPA veröffentlicht. Saudi-Arabien solle die Führungsrolle einnehmen, die Operationszentrale sich in der saudischen Hauptstadt Riad befinden, hieß es. Das Bündnis sei gegründet worden, weil Terrorismus unter allen Umständen bekämpft und gemeinsam beseitigt werden müsse.
Der Islam verbiete «Korruption und Zerstörung in der Welt», hieß es in der Erklärung weiter. Terrorismus stelle eine ernsthafte Verletzung der menschlichen Würde und Rechte dar, vor allem der Rechte auf Leben und auf Sicherheit.
In der Allianz verbünden sich muslimische Länder mehrerer Kontinente, etwa westafrikanische Mali, das südostasiatische Malaysia, der Libanon, Ägypten und benachbarte Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate.
Glaubensrichtungen
Nationen mit großen Militärapparaten wie Pakistan oder die Türkei sind ebenso dabei wie Krisenländer wie Libyen und der Jemen und kleine Staaten wie die Malediven und Bahrain. Vom afrikanischen Kontinent gehören neben Mali auch der Tschad, Somalia und Nigeria dem Bündnis an.
Saudi-Arabiens regionaler Rivale, der schiitisch geprägte Iran, ist dagegen ebenso wie der Irak und Syrien nicht Teil der Koalition. Die beiden Länder stehen bei den Konflikten in Syrien und im Jemen auf unterschiedlichen Seiten. Saudi-Arabien führt zurzeit die Militärkoalition gegen die schiitischen – und vom Iran unterstützen – Huthi-Rebellen im Jemen an. Das Königreich beteiligt sich außerdem am Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien.
Auf einer Pressekonferenz sagte der stellvertretende saudiarabische Kronprinz und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman, die Bemühungen der Militärallianz beschränkten sich nicht nur auf den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. «Zurzeit kämpft jedes muslimische Land auf individuelle Weise gegen Terrorismus», sagte er. «Eine Koordinierung der Bemühungen ist sehr wichtig.»
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