Dienstag20. Januar 2026

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Aufschneider Nicolás geht es an den Kragen

Aufschneider Nicolás geht es an den Kragen
(dpa)

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Der "kleine Nicolás" hat ganz Spanien an der Nase herumgeführt. Jetzt droht dem 20-jährigen Hochstapler ein Gerichtsverfahren. Der spanische Geheimdienst hat eine Klage eingereicht.

Der spanische Staat hat einen 20-Jährigen verklagt, der sich als Mitarbeiter des Königshauses und der Regierung ausgegeben und es so zum Medienstar gebracht hatte. Die Klage wegen Beleidigung sei auf Antrag des Geheimdienstes (CNI) eingereicht worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur efe am Mittwoch unter Berufung auf das Justizministerium in Madrid. Der Hochstapler, von den Medien «Kleiner Nicolás» genannt, hatte in TV- und Zeitungsinterviews damit geprahlt, für den CNI gearbeitet zu haben.

Gegen den jungen Mann mit den blauen Augen und dem fast kindlichem Gesichtsausdruck wird bereits unter anderem wegen Betrugs und Urkundenfälschung ermittelt. Er hatte von Unternehmern mit dem Versprechen Geld kassiert, ihnen mit seinen Kontakten zu Aufträgen zu verhelfen. Der Hochstapler war vorübergehend festgenommen worden, ist inzwischen aber unter Auflagen auf freiem Fuß.

Der «kleine Nicolás» war bereits als 15-Jähriger in der Zentrale der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy ein- und ausgegangen und hatte dort offenbar viele Beziehungen aufgebaut. Fotos, auf denen er zum Beispiel mit König Felipe VI. oder mit dem früheren Ministerpräsidenten José María Aznar zu sehen ist, verbreitete er über die sozialen Netzwerke.