Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat an die Europäer appelliert, sich ihrer Werte zu besinnen und das Flüchtlingsproblem gemeinsam zu lösen.
25.10.2015 Luxemburg wurde am Sonntag beim kurzfristig von Jean-Claude Juncker (r.) einberufenen Krisengipfel von Außenminister Jean Asselborn (l.) vertreten. (dapd/John Thys)
Insgesamt waren in Brüssel die zehn EU-Länder Luxemburg, Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und die Niederlande vertreten sowie die Nicht-EU-Länder Mazedonien, Serbien und Albanien. (dapd/John Thys)
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Auf dem Tisch lag ein 16-Punkte-Plan von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zur besseren Zusammenarbeit entlang der Flüchtlingsroute über den westlichen Balkan. (Tageblatt-Archiv/Eric Vidal)
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«Wir haben das zu schaffen. Wir müssen das schaffen», sagte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Zugleich warnte er: «Wenn politisch der Wille nur besteht, Zäune zu bauen oder Mauern zu bauen, dann ist Europa, das Europa, das wir kennen, auf einer Schleife, wo es dann in kurzer Zeit in sich zusammenbricht. Das müssen wir verhindern.»
Asselborn berichtete, das Flüchtlingstreffen führender Politiker aus zehn EU-Ländern und der drei Nicht-EU-Mitglieder Albanien, Serbien und Mazedonien am Vorabend habe aus zwei Halbzeiten bestanden. «Die erste Halbzeit war zum Teil unzumutbar. Man hat Uneuropäisches gehört.» Einigen Ländern am Tisch sei es mehr darum gegangen, was man tun müsse, um sich abzuschotten, statt sich den Herausforderungen zu stellen.
«Das Problem ist ja, mit solchen Einstellungen gewinnt man Wahlen.» Die zweite Halbzeit des Treffens sei «rationaler» und «europäischer» gewesen, schilderte Asselborn.
Eric Rings, geboren 1979 in Esch/Alzette, studierte Germanistik und Romanistik an der Universität Heidelberg und fing 2010 als Journalist beim Tageblatt an. Seit 2019 schreibt er über innenpolitische Themen.
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