Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn zeigte sich trotz der zähen Atom-Verhandlungen in Lausanne optimistisch. Er sei vom Kompromisswillen der Verhandlungspartner überzeugt, sagte er im rbb-Inforadio. «Kein Mensch wird sich danach interessieren, ob so ein Abkommen am 31. März oder am 2. April zustande kommt.»
Ein Scheitern der Gespräche könne dagegen einen Flächenbrand in der Region des Nahen Osten auslösen. «Wenn der Iran eine Atombombe hätte, dann wäre die Gefahr der Aufrüstung, denken Sie an Saudi-Arabien oder Ägypten, ganz, ganz groß», sagte er.
«Große Fortschritte»
Auch der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, hat sich nach den nächtlichen Verhandlungen in Lausanne zuversichtlich über eine mögliche Einigung auf ein Grundsatzabkommen geäußert. «Wir haben große Fortschritte gemacht», sagte Salehi am Donnerstagmorgen während einer Verhandlungspause. Er sehe einen Silberstreif am Horizont.
Seit dem Wochenende suchen die fünf UN-Vetomächte plus Deutschland mit dem Iran im schweizerischen Lausanne nach einer Kompromissformel. Ursprünglich sollte bis Dienstagnacht eine Grundsatzeinigung erreicht werden.
Der Westen will Garantien, dass das iranische Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient. Iran fordert die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können