Montag2. Februar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Asselborn: «Flüchtlingslager Idomeni auflösen»

Asselborn: «Flüchtlingslager Idomeni auflösen»
(AFP/Daniel Mihailescu)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Außenminister Jean Asselborn fordert die Schließung des Flüchtlingslagers Idomeni an der griechisch mazedonischen Grenze.

Nach der Vereinbarung der EU mit der Türkei zur Bewältigung der Flüchtlingskrise hat der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn die Räumung des Lagers in Idomeni zur Priorität erklärt.

Es sei klar, «dass die erste Aufgabe sein muss», die Menschen in Idomeni in Busse zu setzen und in menschenwürdige Auffanglager auf dem griechischen Festland zu bringen, sagte Asselborn am Samstagmorgen im Deutschlandfunk.

Rangeleien und Schlägereien

«Diese Bilder müssen weg, das ist ganz klar.» Derzeit sitzen mehr als 10.000 Flüchtlinge im provisorischen Lager an der griechisch-mazedonischen Grenze fest, darunter viele Kinder. Sie kampieren bei Regen und Kälte in Zelten im Schlamm und hoffen, doch noch nach Norden weiterziehen zu können.

Am Samstagmorgen sind in der griechischen Hafenstadt Piräus 465 Migranten aus den Inseln der Ostägäis angekommen. Weitere 30 wurden am Nachmittag erwartet. Dies teilte die Küstenwache mit. In Piräus leben mittlerweile in Lagerhallen und Zelten mehr als 4000 Menschen. Immer wieder kommt es zu Rangeleien und Schlägereien zwischen Migranten verschiedener Nationalitäten, wie Reporter vor Ort berichteten.

Die Hoffnung schwindet

Im Elendskamp von Idomeni in der Nähe der Grenze zu Mazedonien herrschte nach übereinstimmenden Berichten griechischer Medien Enttäuschung. Die Menschen schienen zu begreifen, dass die Hoffungen auf eine Weiterreise nach Mitteleuropa schwinden, berichtete ein Reporter im griechischen Fernsehen.

Wie ein Lauffeuer hätte am Freitagabend die Nachricht die Runde in Idomeni gemacht, dass ab Sonntag aus der Türkei nach Griechenland kommende Migranten zurück in die Türkei geschickt werden sollen. Für zusätzliche Verwirrung sorgte die Unklarheit darüber, was mit den Migranten geschehen soll, die bereits in Griechenland sind, berichteten Reporter aus Idomeni und Piräus weiter.

Dossier Flüchtlingskrise in Europa