Wie das «Handelsblatt» am Mittwoch berichtet, will ein Konsortium um Arcelor-Mittal das Stahlwerk im US-Bundesstaat Alabama übernehmen. Ein Vertrag über den Verkauf könne rasch unterzeichnet werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise. ThyssenKrupp hatte am Dienstagabend mitgeteilt, wegen eines möglichen Verkaufs des US-Stahlwerks die für Donnerstag geplante Veröffentlichung der Jahresbilanz für das Geschäftsjahr 2012/2013 auf den 2. Dezember zu verschieben. Grund seien exklusive Verhandlungen über den Verkauf von ThyssenKrupp Steel USA.
Die Gespräche beinhalteten auch den Abschluss eines langfristigen Liefervertrags für das ThyssenKrupp-Werk in Brasilien, teilte der Essener Konzern mit. Dadurch könne auch eine wertsichernde Lösung für das Stahlwerk in Rio de Janeiro erreicht werden. Nähere Angaben zum Interessenten machte der Konzern nicht.
ThyssenKrupp versucht seit langem die beiden Werke der Sparte Steel Americas in Brasilien und den USA zu verkaufen, die als milliardenschwere Fehlinvestitionen gelten. Sollte es zum Vertragsabschluss zwischen ThyssenKrupp und ArcelorMittal kommen, wäre dies eine große Entlastung für den Essener Stahlkonzern.
Zu Demaart
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