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Arbeitgeber sind kompromissbereit

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Wende beim Arbeitskampf im Luxemburger Bausektor. Die Arbeitgeber legen neue Vorschläge auf den Tisch. Die Gewerkschaften sprechen von einem Fortschritt. Der OGBL bleibt aber vorsichtig.

Der drohende Streik im Bausektor könnte verhindert werden. Laut Gewerkschaften sei das Patronat bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Mehr noch, es sei bereit auf einige seiner Forderungen zu verzichten, wie die Anpassungen bei der Arbeitszeit und Änderungen der Schlecht-Wetter-Regelung. Außerdem seien Gehalts- und Prämienvorschläge vorgelegt worden, die die Gewerkschaften nun unter die Lupe nehmen würden, heißt es. Am Dienstag werden sie sich treffen, um über den Patronatsvorschlag zu reden. Solange nicht alle Fragen geklärt sind, was die Löhne der Arbeitnehmer anbelangt, werde man am Streik festhalten, heißt es seitens des OGBL.

Die Auszählung der gewerkschaftlichen Urabstimmung im Bausektor hatte vorher beim OGBL ergeben, dass das zur Ausrichtung eines Streiks im Sektor notwendige Quorum erreicht ist. Unter allen zur Abstimmung aufgerufenen Arbeitnehmern haben mehr als 95 Prozent die Patronatsforderungen abgelehnt und sich zur Teilnahme am Streik verpflichtet. Beim LCGB hingegen wurde das notwendige Quorum nicht erreicht. Nur 25 Prozent der LCGB-Mitglieder im Bauwesen haben sich zu Streikaktionen bereitgestellt.

Tarifstreit seit 2009

Seit 2009 streiten Gewerkschaften und Baufirmen um die Erneuerung des Kollektivvertrags im Bausektor. Auch die Einleitung der Schlichtungsprozedur blieb bisher ohne Ergebnis. Die Gewerkschaften werfen dem Patronat vor, die Arbeitszeiten erhöhen und die Entlohnung von Überstunden in Zukunft streichen zu wollen.

Der OGBL stellt 80 Prozent der Delegiertenmandate im Bausektor, der rund 14.000 Personen beschäftigt.