Die Europäische Union und Kuba haben eine Normalisierung ihrer Beziehungen vereinbart. Der EU-Unterhändler Christian Leffler und der kubanische Vize-Außenminister Abelardo Moreno unterzeichneten am Freitag nach fast zweijährigen Verhandlungen in Havanna ein Abkommen über Zusammenarbeit und politischen Dialog, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
Der kommunistische Inselstaat war bislang das einzige lateinamerikanische Land ohne Kooperationsabkommen mit der EU. «Dies ist ein historischer Schritt», sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini während der Zeremonie, an der auch Kubas Außenminister Bruno Rodríguez teilnahm.
Die EU hatte ihre Beziehungen zu Kuba 2003 nach einer Welle der Repression gegen Regierungskritiker auf Eis gelegt. 2008 wurde wieder ein Dialog zwischen Brüssel und Havanna aufgenommen.
Reformen bei Menschenrechten
Seit April 2014 liefen die Verhandlungen über eine Normalisierung der Beziehungen. Die EU verlangte von Kuba insbesondere Reformen im Bereich der Menschenrechte.
Die Einigung folgt auf die historische Annäherungen zwischen den USA und Kuba, die nach jahrzehntelanger Eiszeit im vergangenen Juli wieder diplomatische Beziehungen aufnahmen. US-Präsident Barack Obama wird am 21. März als erstes US-Staatsoberhaupt seit 1928 zu einem Besuch in Kuba erwartet.
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