Premierminister Xavier Bettel fliegt kommende Woche in die USA. Es stehen unter anderem Treffen mit Vertretern der Konzerne Amazon und Microsoft an. In Seattle im US-Bundesstaat Washington wird es ein Abendessen mit dem Bürgermeister der Wirtschaftsmetropole, Ed Murray, geben. Das schreibt die lokale Wochenzeitung «Puget Sound Business Journal» aus der Stadt.
Organisiert wird das Ganze von der ehemaligen US-Botschafterin in Luxemburg, Cynthia Stroum. Sie war 2011 in der US-Diplomatie wegen ihres rüden Führungsstils an der US-Botschaft auf Limpertsbergs in Ungnade gefallen. Das Botschaftspersonal rebellierte damals gegen Stroum. Die US-Diplomatin legte Ende Januar 2011 «aus privaten Gründen» ihr Amt in Luxemburg nieder und kehrte in die USA zurück.
«Gute Verbindungen nach Luxemburg»
Das US-Außenministerium schickte daraufhin den Generalinspektor nach Limpertsberg. In einem Abschlußbericht ist von Chaos, Kontrollversagen und Misstrauen die Rede. Wäre es eine Firma gewesen, man hätte sie kurzerhand dicht gemacht, hieß es damals.
Cynthia Stroum blieb Luxemburg aber über andere Kanäle verbunden. Sie organisiert im Hintergrund Wirtschaftstreffen. So auch vor zwei Jahren mit Erbgroßherzog Guillaume und Vertretern von Amazon. «Ich pflege gute Verbindungen nach Luxemburg,» wird Stroum im «Puget Sound Business Journal» diese Woche zitiert. Sie selbst bezeichnet sich als Bettel-Fan. Er sei jung, fortschrittlich, dynamisch und ein bekennender Homosexueller.
Starbucks für Luxemburg
Stroum will sich nach eigener Aussage bei dem Treffen mit Xavier Bettel dafür einsetzen, dass ein Ableger der Kaffeehaus-Kette Starbucks in Luxemburg aufgemacht wird. «Sie lieben dort Starbucks, aber in dem Land ist keiner. Also brauchen sie einen,» erzählt sie dem US-Wochenblatt. Darum habe sie auch für die Luxemburger Delegation ein Besuch eines «concept store» der Kaffeehaus-Kette in Seattle organisiert.
Zu Demaart
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