Die Verantwortlichen der «Maison de la laïcité» begrüßen in ihren Brief an Xavier Bettel die Tatsache, dass die Trennung von Kirche und Staat eine wichtige Rolle in den Koalitionsverhandlungen zwischen DP, LSAP und Déi Gréng spielen. In diesem Zusammenhang erinnert die Vereinigung an ihr Projekt der Gründung eines regionalen Laizistenhauses im Süden des Landes. Verschiedene Gemeinden hätten schon grünes Licht für das Projekt gegeben und würden die Gründung eines Laizisten-Hauses unterstützen, wie Sanem, Rümelingen, und Kayl. Andere Gemeinden (Bettemburg, Esch/Alzette und Schifflingen) hätten angekündigt, mit einer solchen Einrichtung zu kooperieren.
Die «Maison de la laïcité» will den Bürgern ein breites Angebot an Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Laizität anbieten, so wie es seit Jahren in Belgien und in Frankreich schon gemacht wird, heißt es. Dazu zählt eine Schreibhilfe bei administrativen Prozeduren, eine Bibliothek, eine Beratung bei der Durchführung von laizistischen Zeremonien bei Heiraten oder Todesfällen und später eine «moralische Hilfe» für Personen in Notsituationen.
Eine «Maison de la laïcité» könnte all dieses Aktivitäten unter einem Dach vereinen, so Guy Assa, der Vize-Präsident der Organisation in seinem Brief. Für den Bau des Hauses sei man jedoch auf die Hilfe des Staates angewiesen.
Werteunterricht
Des Weiteren hat sich die «Maison de la laïcité» mit dem Religionsunterricht beschäftigt. Er habe nichts mehr im Schulwesen zu suchen, so die Laizisten. Der klassische Religionsunterricht sollte deshalb so schnell wie möglich durch einen allgemeinen Werteunterricht ersetzt werden.
Die «Maison de la laïcité» wurde im November 2010 von 13 Personen gegründet gegründet. Ziel der Vereinigung war es, die laizistischen Ideen in Luxemburg zu propagieren. Dazu zählt unter anderen die Meinungsfreiheit, die freie Meinungsäußerung, die Gleichbehandlung, die Gewissensfreiheit, der Kampf gegen jegliche Form von Extremismus und den sozialen Ausschluss.
Zu Demaart
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