In die groß angelegte Enthüllung um Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen ist auch der algerische Industrieminister verwickelt. Die Finanzaktivitäten von Abdessalam Bouchouareb über die Firma in Panama seien aber eingefroren, solange er in der Regierung sei, teilte seine Vermögensverwaltung mit Sitz in Luxemburg mit.
Sie habe die Royal Arrival Corp. für ihn eingerichtet, um sein Vermögen zu verwalten, erklärte CEC weiter. Nachdem er von der Existenz der Firma erfahren habe, habe der Minister aber sofort angeordnet, deren Aktivitäten während seiner Amtszeit auf Eis zu legen.
Kein Kommentar
Der Name des Industrieministers war im Zuge der Veröffentlichung der sogenannten «Panama Papers» bekannt geworden. Durch ein Datenleck waren dabei 11,5 Millionen vertrauliche Dokumente aus der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama Journalisten zugespielt worden.
Nach einem Bericht der Zeitung «Le Monde» über Bouchouarebs Firma wurden Vorwürfe laut, der Minister verstecke Vermögen außer Landes und hinterziehe Steuern. Er selbst gab auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP keinen Kommentar ab.
Die Kanzlei Mossack Fonseca gründete und verkaufte für ihre Mandaten Briefkastenfirmen. Einer der Teilhaber, Ramón Fonseca, wies aber jegliche Vorwürfe des illegalen Handelns zurück. Sein Unternehmen habe keine Kontrolle darüber, wie Kunden für sie geschaffene Firmen nutzten, sagt er.
Die Gründung dieser Briefkastenfirmen ist legal, doch dient sie oft zur Verschleierung von Vermögen und zur Steuerhinterziehung.
Zu Demaart
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