Samstag10. Januar 2026

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Albert II. will mehr Geld

Albert II. will mehr Geld
(AFP)

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Mehr als 900.000 Euro jährlich bekommt der zurückgetretene König Albert II. Diese Dotation ist ihm offenbar zu wenig. Er fordert in einem Schreiben eine finanzielle Aufstockung.

Undankbar sei Belgien seinem ehemaligen König gegenüber. Zumindest empfinde Albert II. das sinngemäß so, schreibt die belgsiche Zeitung «Le Soir» am Donnerstag. 923.000 Euro jährlich, das reiche jedenfalls nicht aus, um alle anfallenden Kosten zu decken und dann noch in Würde zu leben. Zumal er darauf nun auch Steuern abführen müsse, heißt es weiter

Die Zeitung spricht sogar von einer Depression des Königs. Laut Gesetzgebung stehen ihm jährlich 923.000 Euro zu. Der ehemalige König soll bereits über «diskrete» Kanäle in der Politik beschwert haben.

700.000 Euro netto

Albert, der auch weiterhin den Titel König trägt, hat nach dem Thronwechsel tatsächlich eine starke Kürzung seiner Einkünfte hinnehmen müssen, wie das Blatt weiter schrieb. Während der Regentschaft erhielt er jedes Jahr 11,5 Millionen Euro aus dem Staatssäckel. Daraus bezahlte er unter anderem sein Personal und die Bestreitung seiner Repräsentationspflichten. Jetzt bekommt der Ex-Monarch noch 923.000 Euro, die zudem versteuert werden müssen und sich laut Zeitung damit auf etwa 700.000 Euro netto belaufen.

Albert droht zudem wegen einer angeblichen unehelichen Tochter weiteres Ungemach. Die heute 45-Jährige Delphine Boël reichte im September eine neue Vaterschaftsklage ein. Das Brüsseler Gericht setzte die Termine für 2014 fest. So sollen die Parteien bis Juli nächsten Jahres ihre Positionen austauschen; von Herbst an werde dann verhandelt. Delphine Boël will den im Juli abgedankten Monarchen zu einem DNA-Test zwingen.

Sie behauptet, die gemeinsame Tochter des Königs und der Adligen Sybille de Selys Longchamps (72) zu sein, die seit Mitte der 1960er Jahre 18 Jahre lang eine Liebesbeziehung gehabt hätten. Der Ex-König hüllt sich seit Jahrzehnten zu der Affäre in Schweigen.