Der festgenommene Terrorverdächtige Salah Abdeslam hatte nach Aussagen der belgischen Regierung nach den Pariser Anschlägen auch «etwas» in Brüssel geplant. Abdeslam habe am Samstag ausgesagt, er sei «bereit» gewesen, «etwas in Brüssel zu tun», berichtete Belgiens Außenminister Didier Reynders am Sonntag.
«Das könnte die Wahrheit sein, denn wir haben bei den ersten Ermittlungen viele Waffen gefunden, schwere Waffen.» Zudem seien die belgischen Ermittler auf ein «neues Netzwerk» rund um Abdeslam in Brüssel gestoßen, sagte Reynders bei einer Veranstaltung der US-Stiftung German Marshall Fund, die die Äußerungen des Ministers in einer Erklärung zitierte.
Auslieferung
Laut Reynders sagte Abdeslam ferner aus, dass er sich am 13. November zunächst am Stade de France in die Luft habe sprengen wollen, das aber doch nicht getan habe. Damit bestätigte er Angaben des Pariser Staatsanwalts François Molins, der sich zuvor zu den Befragungen Abdeslams durch belgische Ermittler geäußert hatte.
Frankreich fordert nun seine Auslieferung. Abdeslams Anwalt will jedoch am Montag Klage gegen die Staatsanwaltschaft wegen der Preisgabe vertraulicher Informationen einreichen und zudem die Auslieferung seines Mandanten an Frankreich verhindern.
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