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9.560 Menschen gerettet

9.560 Menschen gerettet
(AP/Santi Palacios)

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Zwischen Mai und Dezember 2015 kreuzte ein Luxemburger Schiff durch das Mittelmeer. Insgesamt 9.560 Flüchtlinge hat es aus dem Meer gefischt und nach Italien gebracht.

Die Bourbon Argos ist ein Versorgungsschiff der französischen Bourbon-Gruppe. Es ist eines von rund 50 Schiffen der Gruppe, die unter Luxemburger Flagge fahren. Im Normalfall versorgt die Bourbon Argos Ölplattformen mit allmöglichem Nachschub. Doch seit dem 9. Mai letzten Jahres war die Mannschaft auf Sondermission. Das Schiff wurde von „Médecins sans frontières“ (MSF) gemietet und patroullierte auf dem Mittelmeer.

Zwischen Mai und Ende Dezember 2015 hat die Bourbon Argos insgesamt 9.560 Menschen gerettet, erklärt Christophe Hebting, zuständig für die Kommunikation bei MSF in Luxemburg. Hinzu kommen noch 2.319 Personen, die von anderen Schiffen gerettet, jedoch von der Bourbon Argos an Land gebracht wurden.

Eine Mannschaft von 29 Personen

Auf dem Schiff arbeitete eine Mannschaft von 29 Personen. Darunter der ukrainische Kapitän und zehn Mitarbeiter von MSF, etwa für medizinische Hilfe. „Wichtig für uns war es, ein Schiff zu finden, das wir für unsere Bedürfnisse einrichten und umgestalten können. Auch muss die Mannschaft bereit und fähig sein, mit einer humanitären Organisation und mit medizinischen Teams zusammenzuarbeiten“, so Hebting weiter.

Mit den italienischen Behörden hat MSF zusammengearbeitet. „Italien hat uns eine Garantie gegeben, dass es immer einen Hafen gibt, den wir anlaufen können“, so Hebting weiter. Diese Aufgabe übernehme das „Centre de coordination des opérations de sauvetage“ in Rom. „Ohne diese Garantie hätten wir die Aktion nicht machen können.“

Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen (07.01.2016) Print-Ausgabe des Tageblatt

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