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50 Kämpfer von Al-Kaida-Ableger getötet

50 Kämpfer von Al-Kaida-Ableger getötet

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Bei den Angriffen der USA in Syrien sind auch mindestens 50 Kämpfer der radikal-islamischen Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger von Al-Kaida, getötet worden. Die Türkei will den USA bei den Militärschlägen helfen.

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechter teilte am Dienstag mit, die Extremisten seien westlich der nordsyrischen Stadt Aleppo getötet worden. Die Opfer seien vor allem Ausländer.

Offenbar handelt es sich bei den Opfern um Mitglieder der bisher weitgehend unbekannten und mit der Al-Nusra-Front verbundenen Chorasan-Gruppe. Sie soll nach Angaben des früheren CIA-Vizedirektors Mike Morell Anschläge außerhalb Syriens auf westliche Ziele beabsichtigen. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte, dass westlich von Aleppo Ziele dieser Chorasan-Gruppe bombardiert worden seien, um geplante Anschläge gegen die USA und andere westliche Interessen zu verhindern.

«Gefährliche Miliz»

Der Gruppe sollen Al-Kaida-Mitglieder aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Südasien angehören. Der Direktor des Nationalen Geheimdienstes in den USA, James R. Clapper, hatte vergangenes Wochenende gewarnt, die Miliz könne für die Vereinigten Staaten ebenso gefährlich werden wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Bei den Angriffen in der Nähe von Aleppo kamen laut den syrischen Menschenrechtlern auch acht Zivilisten ums Leben, darunter mindestens zwei Kinder.

Die Türkei will helfen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die von den USA geführten Luftangriffe gegen die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien begrüßt. Zugleich schloss er am Dienstag in New York eine mögliche militärische oder logistische Unterstützung der Angriffe durch die Türkei nicht länger aus. Zur «Bekämpfung des Terrorismus» werde Ankara «alle notwendigen Maßnahmen» ergreifen, sagte er in einem vom türkischen Fernsehen übertragenen Beitrag vor Journalisten. Nach seiner Rückkehr von der UN-Vollversammlung in New York werde er mit der Regierung über das weitere Vorgehen beraten, fügte Erdogan hinzu.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hatte zuvor erklärt, das Parlament werde sich am 2. Oktober mit der möglichen Ausweitung einer militärischen Intervention in Syrien und im Irak befassen. Ankara hat den USA in ihrem Bemühen um eine breite Anti-IS-Koalition lange die kalte Schulter gezeigt.