Saudische Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Wochen nach eigenen Angaben 431 Terrorverdächtige mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat festgenommen. Das Innenministerium des Königreiches teilte am Samstag mit, die Festgenommenen seien in Bombenanschläge im Mai und frühere Verbrechen verwickelt. 144 weitere Verdächtige seien wegen angeblicher IS-Unterstützung festgenommen worden. Vor etwa zwei Monaten starben bei zwei Attentaten von IS-Extremisten auf schiitische Moscheen mehr als 25 Menschen.
Den Verdächtigen – vor allem Saudis, aber unter anderem auch Ägypter, Jemeniten, Syrer und Jordanier – wird nach Angaben des Innenministeriums in Riad vorgeworfen, sich in Terrorzellen organisiert, Attacken geplant und Sprengsätze hergestellt zu haben.
Selbstmordattentäter nahe Riad
Erst vor wenigen Tagen hatte sich ein Selbstmordattentäter nahe der Hauptstadt Riad in einem mit Sprengstoff beladenen Auto in die Luft gesprengt. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt. Auch zu dieser Tat bekannte sich der IS.
Saudi-Arabien ist Teil einer internationalen Koalition gegen den Islamischen Staat. Viele Dschihadisten, die sich Terrororganisationen anschließen, kommen aus dem Königreich. Schätzungen aus dem vergangenen Jahr zufolge kämpfen etwa 2500 Saudis im syrischen Bürgerkrieg – nur aus Tunesien kommen demnach mehr Extremisten.
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