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32.658 Terroropfer in einem Jahr

32.658 Terroropfer in einem Jahr
(Michel Euler)

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Der Globale Terrorismus-Index zählt immer mehr Opfer von Terroranschlägen. 2014 waren es 80 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Toten durch Anschläge ist einer Studie zufolge im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Laut dem am Dienstag in London veröffentlichten Terrorismusindex des Instituts für Wirtschaft und Frieden stieg die Zahl der Anschlagstoten im Jahr 2014 um 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Demnach fielen 2014 insgesamt 32.658 Menschen Anschlägen zum Opfer, während es 2013 noch 18.111 Menschen waren. Für mehr als die Hälfte der Anschlagstoten im vergangenen Jahr seien die in Nigeria ansässige Islamistengruppe Boko Haram sowie die in Syrien und dem Irak agierende Organisation Islamischer Staat (IS) verantwortlich, heißt es in der Studie. So einen deutlichen Anstieg habe es noch nie gegeben, sagte Institutsleiter Steve Killelea. 2013 hatte es einen Anstieg der Anschlagsopfer um 61 Prozent gegeben.

7512 Tote in Nigeria

Den Angaben zufolge konzentriert sich der Terrorismus weitgehend auf fünf Länder: In Afghanistan und dem Irak sowie in Nigeria, Pakistan und Syrien seien 78 Prozent der bei Anschlägen 2014 getöteten Menschen gezählt worden. Davon sei der Irak mit 9929 Opfern am stärksten betroffen gewesen. Das Land zählte im vergangenen Jahr sowohl die höchste Zahl von Anschlägen als auch die meisten Anschlagsopfer, die jemals in einem Land registriert wurden.

Den höchsten Anstieg der Opferzahl verzeichnete Nigeria mit 7512 Toten, 300 Prozent mehr als im Vorjahr. In westlichen Ländern sei das Risiko, einem Anschlag zum Opfer zu fallen, deutlich geringer, heißt es in der Studie. Die Anschläge von Paris, bei denen am Freitag 129 Menschen getötet wurden, zeige aber, dass sich dies ändern könne, sagte Institutsleiter Killelea.

Der IS sei in der Lage, «ausgefeilte und tödliche Anschläge in Europa zu verüben». Die wirtschaftlichen Kosten des Terrorismus beliefen sich der Studie zufolge im Jahr 2014 auf rund 53 Milliarden Dollar (rund 50 Milliarden Euro), so viel wie nie zuvor und zehn Mal mehr als noch im Jahr 2000.

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