Der US-Internetkonzern Google hat in den vergangenen fünf Monaten europaweit knapp 42 Prozent der Anträge auf Löschung von Ergebnissen aus seiner Suchmaschine
stattgegeben.
Insgesamt seien seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) im Mai rund 145.000 Löschanfragen eingegangen, wie aus dem am Freitag veröffentlichen Transparenzbericht hervorgeht. Mehr als 58 Prozent der in europäischen Ländern gestellten Löschersuche wurden demnach abgelehnt. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Mitte Mai geurteilt, dass Internetnutzer grundsätzlich das «Recht auf Vergessen» bei Suchmaschinen wie Google haben.
Seit Ende Mai können Betroffene bei Google Anträge stellen, um Links aus den Suchergebnissen des Konzerns löschen zu lassen. Seitdem hat Google nach eigenen Angaben in ganz Europa fast 500.000 Links überprüft.
223 aus Luxemburg
Aus Luxemburg kamen laut Transparenzbericht bis Freitag 223 Löschanträge. Google habe daraufhin rund 599 URLS gesichtet und 50,1 Prozent von ihnen aus seiner Suche entfernt. Die Löschquote von Land zu Land unterscheidet sich stark: In Frankreich hatten laut Google-Bericht 51,5 Prozent der Anträge Erfolg, in Großbritannien rund 35 Prozent, in Italien rund 24 Prozent.
Google hat einen Experten-Beirat einberufen, der in zahlreichen Ländern Europas mit Fachleuten und der Öffentlichkeit über die Fragen diskutiert, die das Urteil aufwirft.
Zu Demaart
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