Am Freitagmorgen trafen mehr als 300 Flüchtlinge im Hafen von Pozzallo auf Sizilien ein, wie die Küstenwache mitteilte. Ihr Boot war auf dem Weg von Libyen nach Italien im Mittelmeer abgefangen worden. Unter den Passagieren waren 45 Frauen und 23 Minderjährige.
Eine weitere Gruppe von etwa 90 Flüchtlingen wurde nach Angaben der Küstenwache auf die vor der Küste Tunesiens gelegene Insel Lampedusa gebracht. Eine Frau war während der Überfahrt durch die Explosion einer Gasflasche getötet worden. Etwa 15 weitere Insassen wurden verletzt. Auf ihrem Weg von der afrikanischen Küste über das Mittelmeer in die EU kommen jährlich tausende Menschen ums Leben.
170.000 Bootsflüchtlinge
Die allermeisten von ihnen ertrinken, weil ihre überladenen Schiffe kentern. Erst am Sonntag waren bei einer Flüchtlingstragödie vermutlich 400 Menschen ums Leben (Artikel) gekommen. Ihr Boot war auf dem Weg von Libyen nach Italien gekentert.
Italien ächzt unter dem weiter zunehmenden Ansturm verzweifelter Menschen, die sich auf die lebensgefährliche Überfahrt von Afrika über das Mittelmeer machen. Kommunen und Regionen warnen, keine Flüchtlinge mehr aufnehmen zu können. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) kamen im gesamten Jahr 2014 etwa 170.000 Bootsflüchtlinge in Italien an, für 2015 werden nach den ersten Monaten ähnliche Zahlen erwartet.
Zu Demaart






















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