Die Erde befindet sich nicht gerade in einer guten Verfassung. Die Zerstörung der Biosphäre. Die Ausrottung von ganzen Spezies. Die Verschmutzung der Meere. Um die Gesellschaft steht es nicht besser. Unterdrückung, Kriege, Fanatismus, Mord und Folter scheinen an der Tagesordnung zu sein. Auch im Kleinen ist die Welt nicht mehr heile. Kaum ein Mensch ist zufrieden. Der liebste Zeitvertreib ist es, sich im Internet gegenseitig auf allen möglichen Plattformen zu beleidigen, auszuspionieren und niederzumachen.
Dieser pathogene Zustand der Lebenswelt spiegelt sich auch in der Kultur wider. Dystopien bilden ein wichtiges Genre in der Literatur und im Film, das in den letzten Jahren gerne bedient wurde. Symptomatisch für diesen Zustand – der im Übrigen schon viel zu lange andauert – ist, dass Utopist heute als Schimpfwort gilt. Utopisten gelten als Spinner, die es schlechtzumachen und als dumm, naiv und weltfremd zu bezeichnen gilt.
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