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Die ewige Baustelle

Die ewige Baustelle

Das Problem der Bewegungslethargie riskiert größer zu werden. Höchste Zeit, die ewigen Baustellen der Bewegungsförderung fertigzustellen, meint Chris Schleimer im Editorial.

„Mission impossible Purzelbaum“ lautete der Titel eines Tageblatt-Artikels von 2006 im Rahmen der Vorstellung einer Studie zum körperlichen Zustand der luxemburgischen Kinder. „Es ist fünf vor 12“, so ein Zitat aus einem Tageblatt-Artikel von 2010, der sich mit der Folgestudie befasste. „Wir gewöhnen den Kindern den Sport ab“ – die Feststellung der Sportlehrer-Vereinigung APEP 2016.

Beim Lesen dieser Auszüge fällt es schwer, an eine positive Entwicklung der Bewegungsförderung zu glauben. Die Wichtigkeit der sportlichen Betätigung wird zwar von sämtlichen Politikern gepredigt, ob es allerdings ein richtiges Bewusstsein hierfür gibt, steht auf einem anderen Blatt.

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DanV
26. Januar 2018 - 11.26

"Es gibt also kein besseres Instrument, um die Freude und den Spaß an der körperlichen Betätigung zu wecken, als den Schulsport." Und es gibt kein besseres Instrument, um Kindern die Freude und den Spaß an körperlicher Betätigung auszutreiben, als Schulsport und die Schule selbst. Sobald man in die Schule kommt, wird einem der natürliche Bewegungsdrang ausgetrieben. Die meiste Zeit muss man sitzen. Plötzlich darf man sich nicht mehr bewegen, wenn man Lust hat, sondern auf Kommando. Dies nur als Denkanstoß, nicht als Kritik, denn wie soll man sich konzentrieren können, wenn alle rumhopsen. Aber der Ursprung allen Bewegungsmangels liegt in der Schule selbst. Und wenn man körperlich nicht dem Idealbild entspricht, trifft man sowieso nur noch auf Überheblichkeit und Verachtung - speziell von Sportlehrern. Erstaunlicherweise sind Sportlehrer die am wenigsten einfühlsamen Lehrer überhaupt. Kinder, die nicht den Idelmaßen entsprechen, haben "sich gehen lassen", und "müssen hart rangenommen werden" - oder - "da ist sowieso Hopfen und Malz verloren", nicht wahr, liebe Sportlehrer(innen). Es gibt sicher Ausnahmen, aber Sportler/Sportlehrer gehen sehr oft davon aus, dass es nur ein wenig Disziplin braucht, um Probleme zu lösen. Meist sind es Menschen, die selbst in der Schule shr gut im Sport waren und sich nicht mal vorstellen können, wie sich Kinder fühlen, die nicht so mithalten können. Der Mentalitätswechsel ist sicher nötig, aber man könnte beim Schulpersonal anfangen.