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Blaues Gold ohne Wert

Blaues Gold ohne Wert

Claude Molinaro über den Wert und den Preis des Wassers.

Dieses Jahr machten die Hundstage ihrem Ruf als Hitzeperiode alle Ehre. Tagestemperaturen bis zu 37 Grad bei einem wolkenfreien Himmel sind zwar optimales «Dolce far niente»-Wetter, doch sie machten uns wieder auf eindringliche Weise klar, dass das, was der Mensch nach der Luft am meisten zum Leben braucht, nicht immer grenzenlos zur Verfügung steht. So durfte man in einigen Gemeinden Wasser nur begrenzt benutzen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation benötigt eine Person 100 Liter Wasser pro Tag, was ein rein theoretischer Wert ist: Rund 1,3 Milliarden Menschen sind nicht ausreichend mit Trinkwasser versorgt. In unseren Breitengraden hingegen kommt Otto Normalverbraucher auf 120 Liter am Tag. Experten zufolge werden sich aufgrund des Klimawandels Wetterkapriolen wie Starkregen und Dürreperioden häufen. Einerseits werden dadurch in einigen Teilen der Welt die Menschen zwar regelrecht im Wasser schwimmen, andererseits wird Trinkwasser aber immer mehr zur Mangelware. Wird einem breiten Publikum bei uns das Problem erst bewusst, wenn es aufgefordert wird, sparsam mit dem blauen Gold umzugehen, ist es in anderen Ländern eine Frage des täglichen Überlebens.

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Grober J-P.
14. August 2018 - 10.34

Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht: Nestlé scheißt drauf. Das ist "pures Leben". Wenn wir nicht aufpassen wird unsere geliebte Quelle in Rosport auch noch feindlich übernommen!

Frank Bertemes
13. August 2018 - 15.18

Sehr richtig, Herr Molinaro! Auch wenn man natürlich einwenden muss, dass man in gesundem Misstrauen den heuchlerischen Tönen eines Nestlé-Konzernbosses tunlichts den "Glauben" schenken sollte, der diesen Managern zusteht...Und dazu ein passendes Stichwort zu einem (wohl Reizthema) in ebendiesem Kontext: Betriebswasser, auch als Brauch - oder Nutzwasser bezeichnet. Ein Fremdwort im Themenbereich Überschwemmungen,der wasserspezifischen Naturkatastrophen ob des heuer hochaktuellen Klimawandels oder auch (deutlicher noch) des Oberflächenwassers, das man gefälligst nutzen sollte? Als umweltbewusster Privatmann, der eine Regenwassersammelanlage nutzt, fragt sich der naive Verbraucher ganz einfach weshalb das, was privat geht, öffentlich scheinbar unmöglich zu sein scheint...und weshalb wohl? Weil dann kein Geld mit dem wertvollsten Gut dieser Erde verdient wird? Um auf Herrn Brabeck, den früheren Nestlé-Chef, eines höchst fragwürdig agierenden Konzerns, der das Wasser dieser Erde natürlich am allerliebsten selbst rein kommerziell zwecks Profit zu verkaufen beliebt, zurückzukommen...

Mars
13. August 2018 - 14.59

Am meisten Wasser verbraucht der Mensch um seine Kacke wegzuspülen. Unglaublich. Aber Plumpsklo war gestern.

Nomi
13. August 2018 - 12.53

Wasser verknaschten loosen ass den eischten Schrett fir proppert Wasser mei' dei'er ze machen !

MarcL
13. August 2018 - 12.44

Wieso man ausgerechnet in diesem Zusammenhang, es geht immerhin um ein Allgemeingut, einen Ex-Nestlé Chef ins rechte Licht rücken muss ist mir schleierhaft.