Es mutet an wie eine Szene aus einem schlechten Pornofilm: Eine Mutter betritt in Australien das Zimmer ihres pubertierenden Sohnes. Eigentlich haben sie ein angespanntes Verhältnis zueinander, doch zuletzt bekam das Eis Risse. Er ist 16 Jahre alt und nicht ihr leibliches Kind, was bei ihren 28 Jahren auch kaum möglich ist.
Als die Mutter an jenem Tag im Oktober 2012 zu ihrem Sohnemann kommt, will sie mit ihm über seine Fahrstunden sprechen, doch es kommt anders: Dezentes Kuscheln endet im Küssen – und wohin das wiederum führt, wissen Erwachsene wie Jackie Hartnett. Die Staatsanwältin vertritt die Anklage gegen die frivole Verführerin, berichtet «The Mercury».
Gehörnter ruft Polizei
Dass dieser Fall einer tiefen interfamiliären Beziehung überhaupt öffentlich wurde, ist dem Vater des Jungen zu verdanken. Der hatte in seinem Haus eine Kamera aufgestellt, um «paranormale Aktivitäten» zu filmen. Stattdessen bekam er abnormale Aktivitäten zu Gesicht, nachdem er vergessen hatte, die Aufnahme zu stoppen: So musste er zusehen, wie seine Partnerin den Stiefsohn durch Knutschen und Knuddeln in andere Sphären brachte.
Als der gehörnte Gatte seine junge Geliebte auf den Fall anspricht, spielt sie erst die Szene herunter. Doch bald packt der Sohn des Mannes aus und gesteht, den Vater dreimal mit seiner Partnerin betrogen zu haben. Und was macht ein starker Mann, den seine Frau so schwach macht? Genau, er ruft die Polizei! Bei der Vernehmung gibt die Frau zu, mit dem Jungen geschlafen zu haben.
Sex-Mindestalter 17 Jahre
Sie gibt auch zu, dass sie wusste, wie alt der Knabe war. Sie dachte allerdings, es sei legal, mit dem 16-Jährigen zu verkehren. Künstlerpech: Dafür hätte der Bursche ein Jahr älter sein müssen. Ihr Verteidiger glaubt aber, dass der Dame das Tête-à-tête inzwischen ganz schön peinlich ist und sie daran arbeite, wieder mit ihrem Mann zusammenzukommen.
Mit Blick auf das Aus mit dem 16-Jährigen sagt Advokat Steve Chopping: «Sie akzeptiert, dass es keine Beziehung ist, die weitergehen kann oder soll.» Einsicht, auch die in innere Familienwelten, ist nun mal immer noch der erste Schritt zur Besserung.
Zu Demaart
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