Ihr Nachname lässt Filmfans sofort aufhorchen: Sonja Kinski ist die Enkelin des 1991 gestorbenen Schauspielstars Klaus Kinski und die Tochter der gefeierten Schauspielerin Nastassja Kinski. Die in Italien aufgewachsene 25-Jährige lebt inzwischen in Los Angeles und will nach einigen Jahren als Model jetzt auch das Filmgeschäft erobern. Anlässlich ihres neuen Streifens «Diamond on Vinyl», der seit Anfang Dezember im Internet beispielsweise bei iTunes zu sehen ist, sprach Kinski mit der Nachrichtenagentur dpa über ihre Zukunftspläne, ihre Beziehung zu Deutschland und verriet, dass sie ihren berühmten Großvater nie kennengelernt hat.
Frage: «Diamond on Vinyl» ist ein sehr ungewöhnlich erzählter Film über das Paar Beth und Henry, dass sich zerstreitet, und eine von Ihnen gespielte dritte Person namens Charlie, die dazwischen gerät. Was haben Sie zuerst gedacht, als Sie das Skript gelesen haben?
Antwort: Ich fand das zuerst alles sehr komisch und habe es gar nicht richtig verstanden. Erst als ich den Film dann auf der Leinwand gesehen habe, habe ich es richtig kapiert. Aber ich mag komisch, normal und farblos ist doch langweilig.
Frage: Der Film ist auch sehr emotional. Wie sind Sie in diese Stimmung hinein- und nach einem langen Drehtag dann auch wieder herausgekommen?
Antwort: Hinein war einfach, weil ich die Charlie eine sehr gut entworfene und verständliche Figur fand. Herauszukommen war dann schon weniger einfach, dafür habe ich meist einige Stunden gebraucht. Meistens habe ich mich dafür mit Freunden umgeben, einfach mit vielen entspannten Leuten.
Frage: Sie haben in den vergangenen zwei Jahren drei Filme herausgebracht. Was steht als nächstes an?
Antwort: Ich habe noch zwei weitere Filme, die demnächst rauskommen. Ich konzentriere mich jetzt total aufs Filmemachen und nehme viele Vorsprechen wahr. Es gibt so viele Rollen, die ich gerne spielen würde – Comedy, Drama, Bösewichte, ich will alles ausprobieren.
Frage: Ist so ein berühmter Nachname bei einem Vorsprechen eine Hilfe oder eine Bürde?
Antwort: Keins von beidem. Am Ende kommt es immer auf dein Talent und deine Verbindung zu der Figur an, die du spielen sollst. Der Nachname spielt da keine Rolle. In dieser Branche geht es nur darum, ob du die richtige für die Rolle bist.
Frage: Was haben Sie von ihrer Familie über das Schauspielern gelernt?
Antwort: Ich rufe meine Mutter regelmäßig an, wenn es bei den Vorsprechen gerade nicht so gut läuft. Das kann wirklich sehr frustrierend sein und wehtun. Sie anzurufen hilft mir, das durchzustehen. Es ist einfach wichtig, mit den Besten zu arbeiten, und manchmal ist man einfach nicht die Richtige für die Rolle. Das darf man nicht persönlich nehmen. Ich habe wirklich Glück, dass ich meine Mutter habe, die mir da hilft.
Frage: Was haben Sie für Erinnerungen an Ihren Großvater?
Antwort: Keine. Ich habe ihn nie kennengelernt.
Frage: Und was haben Sie für eine Beziehung zu Deutschland?
Antwort: Ich liebe Deutschland! Eines Tages würde ich gerne dort leben. Aber die Sprache kann ich leider noch nicht.
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